reflections

Wir haben’s einfach getan – Kapitel 11

Hot Morning!


 

Ich will einfach nicht drüber reden.
Fragt nicht.
Guckt nicht.
Und vor allem, hört auf so blöd zu grinsen!



Irgendwas nervte mich. Und das nicht zu knapp sondern gewaltig. Es war nicht wie sonst dieses nervtötende Vogelgezwitscher und auch nicht mein Handywecker. Es war etwas undefinierbares das mich nervte. Nicht so undefinierbar wie Georgs Geschnarche und auch nicht so undefinierbar wie wenn Gustav in der Küche hantierte sondern viel schlimmer.
Deswegen entschloss ich mich dazu kurzweilig mein Traumland zu verlassen und die Augen zu öffnen.
Die Sonne schien soweit ich das an der Wand ausmachen konnte. Das erste Mal in meinem Leben lag ich nicht mit dem Gesicht zum Fenster und war froh darüber. Denn dann wäre ich früher aufgewacht. Was schlecht gewesen wäre nach dieser verdammten Nacht.

Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen und entdeckte nach kurzer Suche auch den Übeltäter. Toms Hand die kurz über meinem Schritt lag. Okay, damit konnte ich leben. Er schlief immerhin und hatte das sicher nicht mit Absicht gemacht. Allerdings verstärkte sich in mir das Gefühl das die Hand nicht wirklich der Auslöser gewesen war.
Was sich auch kurz darauf bestätigte als ich aufkeuchte und mein Becken nach vorne bewegte. Nach einer kurzen Schreckenssekunde drehte ich mich leicht und strampelte die Decke weg wo ich mit den Blicken an Tom runterwanderte der hinter mir lag.

Ein weiteres Keuchen verließ meine Lippen und ich verfluchte mein Bestes Stück in diesem Moment das Kribbeln anzufangen. Jetzt wusste ich zumindest was mich so gestört hatte. Tom hatte einen Ständer. War ja nichts Außergewöhnliches. Aber es war außergewöhnlich das er mir das Ding an den Hintern drückte und das nicht zu knapp zwischen meine Pospalte.
Herrgott, Hilfe!

Ich versuchte mich irgendwie wieder los zu machen doch Tom befand es anscheinend als angebracht seinen Griff zu verstärken und sich näher an mich zu pressen. Hilfe, ich will nach Hause und zwar sofort. Lasst mich aufwachen.
Passierte leider Gottes nicht. Stattdessen stöhnte mir mein geliebter Zwilling ins Ohr und mir lief ein Schauer über den Rücken. Warum musste ich am Ohr auch nur so empfindlich sein.

Ich wollte ihn eigentlich aufwecken, aber zum Schluss entschied ich mich doch dagegen da das nicht gerade von Vorteil für mich wäre.
Immerhin hatte ich inzwischen nen richtigen Ständer und musste mir die Hand vor den Mund halten um nicht zu stöhnen. Warum zur Hölle war ich eigentlich mit so einem Bruder gestraft.
Keine Ahnung wie lang das ging – meiner Meinung nach lang genug – aber Tom kam zum Schluss ziemlich laut stöhnend – ich wette das hatte die ganze Etage gehört – in seiner Short.
Wenigstens lockerte er seinen Griff wieder.

Erleichtert atmete ich aus und wollte schon aufstehen als ich hinter mir ein genuscheltes „Morgen“ vernahm und zu ner Eisskulptur erstarrte.
Scheiße, nein. Bitte nicht jetzt.
Toms Hand bewegte sich leicht und stieß an meine Erregung, was zu viel war.
„Wahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“
Damit sprang ich auf und rannte in Sekundenschnelle ins Bad wo ich die Tür zudonnerte, zusperrte und mich dagegen lehnte.
Verdammt noch mal. Warum war eigentlich ich so gestraft? Warum nicht Georg oder Gustav oder irgendein anderer scheiß Mensch auf diesem verkrüppelten Planeten? Nein, ich musste es gleich sein.

„Bill? Ist doch alles okay, is doch bloß ein Ständer und ich hatte irgendwann anscheinend auch einen. Jetzt mach doch nicht so nen Aufstand“ kam es von draußen und ich zitterte kurz.

Ja, ja. Wenn er nicht dran schuld gewesen wäre dann hätte ich auch keinen gemacht.
Aber irgendwie…nicht denken.
Es hat sich nicht gut angefühlt, Punkt.
„Bill? Jetzt mach schon auf“
„NEIN“ quietschte ich erschrocken und wich leicht von der Tür zurück.
Das wurde ja immer schlimmer. Das war nicht mein Bruder sondern ein Alien. Tom hätte niemals von mir verlangt dass ich in so einer Situation die Tür öffnete.
„Nun mach schon. Das is doch nich schlimm. Ich müsste nämlich mal duschen. Das klebt“
„Und was soll ich derweil machen?“
„Selber Hand anlegen?“
Um Gottes Willen, NEIN! Dass der mich stöhnen hörte würde ich vermeiden. Das war das letzte was er von mir kriegen würde.

Ich tat meinem Bruder – oder dem Alien, je nach dem – den Gefallen und schloss trotzdem auf ehe ich mich mit dem Rücken zu ihm auf den Klodeckel hockte und wartete. An den Geräuschen hörte ich dass Tom wohl seine Boxer ausgezogen und die Dusche angedreht hatte.
Jetzt musste ich auch noch warten ey, dabei drückte meine Erregung unangenehm gegen den Stoff.
Meine Gedanken gingen so weit das ich gar nicht mitbekam wie Tom sich an mich schlich. Ich bemerkte ihn erst als er seine Hand auf meinen Schritt legte was mich zum stöhnen brachte.
Mein Kopf schnellte herum und sah ihn entsetzt an. Verdammt noch mal, was hatte der bitte vor?

„Is doch nichts dabei, komm schon mit rein“
Meiner Meinung nach hatte Tom nicht mehr alle Latten am Zaun. Der hatte doch komplett sein Hirn raus geschissen.
Zu dieser Erkenntnis kam ich als er mich auf die Beine stellte und mir meine Hose runterzog, wobei meine Boxer auch leicht nen Abgang machte.
Himmel, ich wollte eigentlich noch keinen Suizid begehen aber anscheinend will das jemand anderes.
„Komm schon“ nuschelte Tom und zupfte an meinem Shirt.
Ich seufzte nur ergeben und zog mein Shirt aus ehe ich mir die Hose von den Beinen trat. War das jetzt eigentlich gut oder schlecht für meine Psyche?

Tom grinste nur leicht und stieg in die Dusche während ich draußen noch überlegte und es einfach mal als unbedeutend einstufte.
Also zog ich mir meine Boxer aus und schlich mich ebenfalls in die Dusche.
Dort hielt ich es für besser meinen Rücken zu Tom zu drehen und die Wand mit bösen Blicken zu bestrafen.

Meine bösen Blicke fanden ein jähes Ende als ich eine Hand an meiner Erregung hatte die definitiv nicht zu mir gehörte mich dafür aber aufstöhnen und den Kopf in den Nacken legen ließ.
Ich wusste dass es Tom war, ansonsten stand mit mir auch keiner unter der Dusche. Und genau das beunruhigte mich zutiefst.
„Lass das“ gab ich keuchend von mir und versuchte ihn irgendwie von mir weg zu drücken was nicht so richtig klappte.
Vor allem nicht als Tom anfing seine Hand sanft auf und ab zu bewegen.
Es half meinem Widerstand auch nicht sonderlich dass sein anderer Arm um meinen Bauch schlang und mich somit festhielt.

Keine Ahnung wie, aber irgendwann hatte ich mich mehr oder weniger daran gewöhnt und drückte mich Toms Hand entgegen, der seine Bewegungen leicht verschnellerte was mir wieder ein Stöhnen über die Lippen brachte.
Meine linke Hand krallte sich in Toms Seite und die Rechte in seinen Unterarm wo sie rote Striemen hinterließen die auf meine Fingernägel zurück zu führen waren.

Tom ging einige Schritte rückwärts und so stand ich kurz darauf immer noch gegen ihn gelehnt unter dem Wasserstrahl.
„Verdammt mach endlich schneller“ gab ich knurrend von mir und hätte mich schlagen können.
Hinter mir lachte Tom leise tat aber was ich ihm gesagt hatte.
Meine Nägel rammte ich noch tiefer in seine Haut und auch mein Stöhnen gewann an Intensität.

Kurze Zeit später kam ich mit einem lauten Stöhnen in Toms Hand und hätte mich gleich erhängen können.
Warum hatte ich mich darauf eigentlich eingelassen? Das war doch der reinste Scheiß. Sterben! Das war es was ich wollte. Einfach nur sterben. Tom sagte nichts, ich sagte nichts. Tom wusch sich die Hand ab und auch ich säuberte mich von diesem…ich wollte gar nicht dran denken.

Nachdem wir mit duschen fertig waren zogen wir uns an und blieben auf dem Bett sitzen. Ganz toll gemacht Bill. Jetzt kannst du nicht mal mehr mit Tom richtig umgehen.
„Du das war übrigens einfach nur so ja? Ich meine…Jungs wichsen ja öfter zusammen“
Ah…wichsten sie sich auch gegenseitig einen?
Die Frage stellte ich aber lieber nicht sondern nickte nur.
Mir war es so als ob ich Toms Hand da immer noch spüren konnte. Wahhh…Klapse wo bist du?

Mein Blick wanderte wieder zu Tom und ich grinste leicht. Tja, wenigstens durfte er sich jetzt eine Ausrede einfallen lassen. Die Striemen an seinem Unterarm waren nicht zu übersehen.
„Gehen wir was essen“ meinte ich dann und stand auf wo ich mit Tom runter in den Speisesaal wanderte und mich an einen Tisch fallen ließ.
Beim Kellner bestellten wir uns Waffeln und ich hatte mich auch soweit erholt das ich Tom ungeniert angucken konnte ohne gleich rot zu werden oder das Bedürfnis zu haben los zu schreien.
Zumindest bis ich eine Stimme hinter uns flöten hörte.
„Toooooom und Biiiiiilly“

Und Georg war nicht allein. Nein er musste natürlich auch noch den kläglichen Rest mitnehmen der sich ungeniert zu uns an den Tisch setzte. Hatte ich gesagt sie dürften das?
Anscheinend, auch wenn es mir nicht bekannt war.
„Oha hatte da wer wilden Sex?“ kam von Georg die lachende Frage und ich schaute ertappt nachdem mein Kopf in Rekordzeit hochgeschnellt war.
Dabei guckte Georg gar nicht mich sondern Tom an. Mist, der Arm.

„Klar, und es hat Spaß gemacht“ grinste er und mir schoss einfach nur die Röte ins Gesicht.
Was anscheinend auch anderen Menschen nicht verborgen blieb.
„Bill, was bist du jetzt eigentlich so rot?“ fragte David sofort und ich hätte mich erschießen können.
Scheiße ey.


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