reflections

Zweisames Zerbrechen – Kapitel 2
Zu weit entfernt!



Du staunst, das du gegebner Frist,
du dies getan, das unterlassen?
Das heißt wohl, wenn wir’s recht erfassen,
dich wundert’s, dass du selber bist!


Friedrich Halm






Wenn ich mir die Szene genau ansah die sich mir bot, dann konnte ich sicher sein, das ich mit meiner Schätzung der Zeit, bis Tom seine gute Erziehung vergessen würde, vollkommen richtig lag.
Seine Augenbraue zuckte nicht mehr, dafür aber knirschte er mit den Zähnen, was kein gutes Zeichen war.
Wäre ich derjenige gewesen der, der Grund für dieses unerträgliche Knirschen verantwortlich gewesen war, ich hätte freiwillig damit aufgehört und die Klappe gehalten.
Leider hatten nicht alle in diesem Van so ein gutes Gespür für Tom’s Ausraster wie ich.
Ich kannte ihn auch lange genug um das ziemlich genau einschätzen zu können.
Trotzdem beschränkte ich mich darauf das ganze stumm zu beobachten und mir innerlich einen ab zu grinsen.

Insgeheim fragte ich mich von welcher Seite Gustav und Georg diese Geschichten her hatten.
Nicht das es mich interessiert hätte, aber ich wollte dieser Ziege unbedingt schreiben, das sie doch bitte erst mal einen Rechtschreibkurs belegen sollte, wenn sie sich schon dazu herab ließ Geschichten über uns zu schreiben, in denen Georg auch noch als der Zwillings Versteher vorkam.
Das allein war schon komplett absurd.
Die Geschichten allgemein störten mich nicht sonderlich. Ich hatte auch nicht wirklich ein Problem sie mir vorlesen zu lassen. Erstens musste ich so selbst nicht lesen und Zweitens waren sie eigentlich ganz amüsant. Wenn man mal von den Sexszenen absah die diese Weiber dort einbauten.
Ob ich wirklich beim Sex so beweglich war wusste ich ja selbst nicht mal. Ich wollte es auch nie herausfinden.

Um mich von meinen Gedankengängen, die neuerdings um mein nicht vorhandenes Sexleben kreisten, abzulenken stierte ich einfach Georg an der versuchte das Wort trotz Rechtschreibfehler entziffern zu können.
Vielleicht sollte ich Georg doch fragen wo er diese Dinger her hatte. Das schrie ja gerade zu nach Kritik der Rechtschreibung.
Mit dem Vorsatz Georg wirklich danach zu fragen wanderte mein Blick wieder zu meinem Zwilling der rechts von mir saß und es inzwischen unterlassen hatte diese abartigen Knirschgeräusche von sich zu geben.
Stattdessen malträtierte er nun seine Unterlippe.
Ich war mir eigentlich relativ sicher, dass wenn er so weiter machen würde, seine Unterlippe zu bluten beginnen würde.
Aber ich beschloss darauf nichts zu sagen und stattdessen das Beben seines Körpers weiter zu verfolgen.
Eine Augenbraue hebend und mit einem Grinsen auf den Lippen stellte ich fest dass er jeden Moment seine Beherrschung verlieren würde.
Kaum war ich zu diesem Entschluss gekommen schnallte sich mein Zwilling ab und schoss nach vorne wo er Georg die Blätter entriss und sich wieder auf seinen Sitz fallen ließ.

„Könntet ihr mal aufhören diesen Schrott vor zu lesen? Das ist einfach nur widerlich“ wetterte er auch gleich los und ich beobachtete die beleidigten Gesichter der restlichen Bandmitglieder interessiert.
Ich war ziemlich froh dass ich bei der Sache nicht mit rein gezogen wurde. Nach meinen Erfahrungen hätte ich mich sowieso zuerst über die Rechtschreibfehler aufgeregt. Und das hätte Tom nicht in geringster Weise weiter geholfen.

„Ja, aber…“ kam der Prostest von Gustav und er sah aus wie ein Kind dem man den Lolli weggenommen hatte.
Ich dachte eigentlich immer mein Bruder würde nur so treudoof gucken können. Aber anscheinend hatte ich mich geirrt.

„Nein! Sex mit Bill, das ist ja einfach wohl nur noch eklig. Ich will mir das gar nicht vorstellen. Als ob ein normaler Mensch diese Vorstellung nicht eklig finden würde. Igitt.“ Wetterte Tom durch den Van.

Keine Ahnung warum, aber in mir zog sich alles zusammen.
Meinte er jetzt Sex zwischen uns Beiden wäre eklig, oder Sex mit mir im Allgemeinen.
Wenn ich an letzteres dachte zog sich mein Inneres noch mehr zusammen.
Ich fragte mich ob ich in seinen Augen wirklich so eklig war, wie es gerade geklungen hatte.
Das war einfach nur noch gemein. Er sah auch nicht viel anders aus, aber er hatte mehr Sex als ich, dass konnte ich nicht bestreiten.
Um genau zu sein hatte ich gar keinen Sex seit genau 2 Jahren.

Aus Eigenschutz stöpselte ich meinen mp3 Player in die Ohren und drehte voll auf.
Dieses Gespräch wollte ich gar nicht hören.
Ich wollte einfach nicht hören, dass mein Zwilling mich eklig fand.
Aber so war ich schon immer. Dinge die mich verletzen konnten, und vor denen ich nicht weglaufen konnte, blendete ich mit Hilfe lauter Musik aus.
So lange bis ich allein war, und mich meinem Frust hingeben konnte, ohne dass es jemand bemerkte.

Vielleicht war auch das der Grund. Ich schloss Tom aus meinem Leben aus.
Ich hatte mich von ihm entfernt ohne es zu merken. Leider fand ich nicht dass diese Entfernung so stark war.
Für mich war es normal mein eigenes Leben zu leben und Tom nur noch bei Terminen daran Teil haben zu lassen.
Wenn wir zu Hause waren, war er meistens sowieso nicht da. Vielleicht hatte ich mich auch daran gewöhnt.

Ich wurde in die Seite gestupst und blickte den Störenfried an, der sich als mein Bruder entpuppte.
Anscheinend wollte er mir etwas mitteilen, was die Situation von eben betraf.
Ich wollte es nicht hören, und war dem entsprechend froh als der Van hielt und wir somit beim Hotel ankamen vor dem sich ein paar Fans tummelten.
Ohne noch einmal auf Tom zu achten, schob ich meine Sonnenbrille auf die Nase und quetschte mich an ihm vorbei nach draußen.
Es war mir egal ob er sich entschuldigen wollte oder nicht. Ich wollte einfach nicht daran denken und mich stattdessen ablenken.

Also setzte ich mein Lächeln auf und begann Autogramme zu schreiben, Fans zu umarmen, Fotos zu machen und mich somit erfolgreich abzulenken.
Ich hätte ewig bei den Fans stehen können und mit ihnen plaudern.
Leider machte mir Zaki, unser Bodyguard, einen Strich durch die Rechnung indem er mich schnappte und ins Hotel zog wo ich hinter meiner Sonnenbrille die Augen verdrehte.

Beim einchecken musste ich mir ansehen wie Tom mit der Dame an der Rezeption flirtete und mir kam beinahe mein nicht vorhandenes Frühstück wieder hoch.
Manchmal fragte ich mich ob er sein Testosteron nicht ausleben konnte wenn ich nicht gerade daneben stand.
Anscheinend nicht, denn er flirtete munter weiter. So viel zu unserer Kommunikation, die eh in den letzten beiden Jahren den Bach runter gegangen war.
Und schwups, versank sie im mehr. Winke, winke.

Zaki drückte uns die Zimmerschlüssel in die Hand, und ich machte mich wieder auf einen trostlosen Hotelaufenthalt in einem Zimmer mit Doppelbett gefasst, wo ich eh alleine bleiben würde bis wir wieder abreisten.
Ich fragte mich sowieso warum wir auf einmal Einzelzimmer bekommen hatten. Außer mir schien keiner etwas dagegen zu haben.
Aber ich war es nun mal gewohnt gewesen Tom bei mir zu haben.
Und als das nicht mehr so war, hab ich ihn wohl ausgeschlossen. So wohl aus meinem Zimmer als auch aus meinem Leben.
Irgendwie tat es mir auch leid. Andererseits freute ich mich darüber. Er suchte meine Nähe sowieso nur sehr widerwillig.

Ich hatte gar nicht mitbekommen das wir schon im Aufzug nach oben gefahren waren und ich vor meiner Zimmertüre stand.
Das war allerdings öfter so dass ich zwar handelte aber nichts mitbekam.
Vielleicht hätte ich auch auf David hören, und mich mal in psychologische Behandlung begeben sollen.
Allerdings fehlte mir dazu die Zeit und vor allem der Nerv. Ich hatte keine Lust mich von einem faltigen, staubigen und alten Opa zuquatschen zu lassen, wieso, warum, weshalb ich mein Leben so lebte wie ich es lebte.
Der hatte doch sowieso keine Ahnung, genauso wenig wie der Rest der Crew, der Band und dem Management.

Seufzend schloss ich mein Zimmer auf und knallte die Türe hinter mir zu.
Meine Tasche ließ ich auf den Boden fallen und mich auf das Bett wo ich mich damit begnügte weiter der Musik aus meinem mp3 Player zu lauschen und die Zimmerdecke an zu starren.
Es konnte ja sein, das ich öfter und gern mal alleine war. Aber doch nicht andauernd. Das schlug auf meine Psyche, die eh schon mehr als angeknackst war.

Ein Klopfen riss ich wieder aus meinen Gedanken, und ich verfluchte denjenigen der diese verdammten Termine ausgemacht hatte.
So weit ich mich noch erinnern konnte, stand noch ein Interview und ein Shooting für die Bravo an.
Allerdings wurde Beides hier im Hotel gehalten, wofür ich mehr als Dankbar war.
Das wenigste worauf ich gerade Lust hatte, war wieder neben Tom zu sitzen. Da quetschte ich mich lieber zu Gustav auf diesen scheiß Sessel, und wenn ich danach platt wie eine Flunder war, so war es mir recht.
Vielleicht war es aber auch nur Rücksicht gegenüber Tom. Wenn er sich so vor mir ekelte dann sollte ich die Nähe zwischen uns Beiden unterbinden, und eventuell dazu beitragen das die Geschichten besser wurden.
Und wenn ich selber eine schreiben musste. Wie ich auf diese Idee kam, war mir allerdings ziemlich schleierhaft.

Müde, fertig, erledigt und bestimmt aussehend wie eine Oma um die 80 schleppte ich mich zur Tür wo Georg mich angrinste und mir mitteilte, immer noch mit diesem breiten Grinsen, das er mich für die Bravo abholen wollte.
Das hörte sich irgendwie an als würden sie mich an den nächst Besten verscherbeln.
Ein Nicken war die einzige Antwort die Georg bekam und ich schleppte mich neben ihm her runter in einen der Pressekonferenzräume wo ich mich auf das Sofa fallen ließ und wartete dass die andere Hälfte meiner Band auch mal auftauchte.

„Gib mir die Adresse von dieser Fanfiction Seite“ meinte ich zu Georg.
Tom musste ja nichts von meinen Plänen, diese Teile zu korrigieren, wissen. Hätte ihn eh nur aufgeregt.
Von Georg erntete ich nur einen irritierten Blick aber er schnappte sich Blatt und Stift vom Tisch und kritzelte mir die Adresse drauf und reichte sie mir wo ich sie zusammenknüllte und in meine Jackentasche steckte.
Gott sei Dank fragte er nicht was ich damit vorhatte.
Georg war ein Mensch der nie seine Klappe halten konnte. Und Tom hätte es sicher wahnsinnig gefreut zu erfahren, dass sein Bruder anfing diese Teile zu korrigieren.
Hörte man meinen Sarkasmus?

Georg setzte sich links von mir hin und kaum das er seinen Hintern auf dem Sofa hatte flog die Tür auf und der Rest erschien, gefolgt von der Reporterin.
Ich fragte mich allgemein warum wir es immer mit denselben blonden und vor allem dummen Weibern zu tun hatten.
Sie grinste die ganze Zeit, kicherte dämlich und vor allem glotzte sie mich speziell an mit einem Blick der mich schon halb auszog.
Ich mochte sie einfach nicht.

Gustav ging voran und die Chancen standen gut das ich nicht neben Tom sitzen musste, was meine Laune um einiges hob.
Sofort gesenkt wurde sie allerdings als Tom Gustav überholte und sich neben mich fallen ließ.
Das war doch geplant.
Ich sagte nichts, ich tat nichts und ich sah ihn nicht an sondern überschlug die Beine, so gut es ging ohne ihn auch nur ansatzweise zu berühren.

Leider hatte ich die Rechnung ohne Georg gemacht, der sich anscheinend absichtlich so breit machte und mich somit gegen Tom quetschte was ich mit einem minimalen Knurren kommentierte.
Tom legte seinen Arm auf der Sofalehne ab und ich war alles andere als glücklich so nah neben ihm zu sitzen.
Während die Reporterin, deren Namen ich eh immer vergaß, versuchte ihre Frage zu formulieren schenkte ich Tom einen Seitenblick und erkannte das er ziemlich zufrieden aussah.
Ich hatte keine Ahnung ob das nun am mir lag oder an dieser Schnepfe. War ja auch egal, es interessierte mich nicht.

„Wie nah steht ihr euch denn?“
Meinte die uns? Uns allgemein oder Tom und mich. Da sie nur uns Beide ansah hatte sich die Frage erübrigt und ich machte den Mund auf um was zu sagen.
Tom kam mir zuvor.
„Sehr nahe. Also Bill und ich das ist so wie…mh…Cheeseburger mit extra viel Käse. Unzertrennlich“ meinte er und grinste sein Checkergrinsen.
„Ach sind wir?“ fragte ich und hätte mich schlagen können, weil alle Blicke nun auf mir lagen.
Das hatte ich mal wieder super hinbekommen. Leider musste ich mich jetzt rausreden, damit keiner Wind davon bekam das ich komplett anderer Meinung war.
„Ich hab gedacht mit extra Gurken“ gab ich von mir und zog einen Schmollmund. Das funktionierte meistens.

Die Reporterin lachte, Gustav und Georg auch und Tom grinste.
„Okay, extra viel Käse und Gurke“
Ich hätte ihn in diesem Moment für sein Grinsen schlagen können. Das war kein Checkergrinsen mehr sondern so ein Grinsen das beteuerte dass er mich auf alles in der Welt liebte.
Mir wurde schlecht, also wandte ich meinen Blick wieder der Reporterin zu und hörte mir die nächste Frage an.
Oder wollte ich zumindest, ehe etwas zögernd aber sanft über meine rechte Schulter strich und ich aus den Augenwinkeln erkannte dass es Tom’s Hand war.
Ich ignorierte sie gekonnt, auch das restliche Interview wo diese Griffel weiter machten.
Allerdings konnte ich ihn schlecht vor laufendem Diktiergerät anpflaumen er solle das doch bitte unterlassen.
Wäre irgendwie komisch rüber gekommen, vor allem da man so was unter Brüdern eigentlich nicht tat. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

Nach sehr langen Gebeten, dass dieses Interview doch bitte endlich vorbei sein sollte, war es das auch.
Ich spielte mit dem Gedanken in die Kirche ein zu treten, verwarf ihn jedoch wenn ich an die Kirchensteuer dachte. Außerdem hatte ich eh keine Zeit meinen Hintern in eine Kirche zu schwingen, also wofür für etwas zahlen von dem man eh nichts hatte.
Außerdem bezweifelte ich das der Pfarrer sehr begeistert gewesen wäre wenn ich mit Bodyguards dort aufgetaucht wäre.
Außerdem wollte ich der Presse nicht unbedingt Futter liefern. Sollten sie sich doch selbst welches holen.

Die Reporterin verabschiedete sich von uns und ich sprang auf um mir dieses Gestreichel auf meiner Schulter nicht noch länger geben zu müssen.
Georgs dreckigem Grinsen nach zu urteilen, hatte er es natürlich mitbekommen. Damit würde Tom jetzt eben leben müssen.
Ich war nicht gewillt ihn aus dieser Situation raus zu reden. Und vor allem war ich nicht scharf darauf mich selbst rein zu reiten.
Das konnte er schön brav selber machen. Er hatte sich diese Scheiße eingebrockt also sollte er sie auch wieder auslöffeln.

Gemeinsam schlenderten wir wieder hoch zu unseren Zimmern.
Während dem ganzen Weg ignorierte ich die Streitereien zwischen Tom und Georg über Twincest.
Wenn er jetzt wieder sagen würde Sex mit mir wäre eklig, ich würde ihm eine in die Fresse hauen.
Normalerweise war ich kein Schläger und mein Fass zum überlaufen zu bringen bedurfte mehr als nur ein paar Worte.
Aber Tom hatte nun mal dieses angeborene Talent es jedes Mal zu schaffen wenn er wollte. Oder eben nicht wollte, manchmal war seine Intelligenz eben nicht vorhanden oder sehr weit weg in Urlaub.

Bei meinem Zimmer angekommen nickte ich Georg und Gustav noch einmal zu und verschwand dann hinter meiner Tür wo ich mich wieder auf mein Bett fallen ließ.
Das Interview hatte länger gedauert als geplant.
Und für das Shooting musste ich mich noch stylen. Dazu hätte ich mich aufraffen müssen, aber ich war gern noch ein paar Minuten länger liegen geblieben nur um dann in Zeitdruck zu ertrinken.

Ich weiß nicht wie ich mich durchgerungen hatte ins Badezimmer zu rennen, mich zu schminken und meine Haare zu machen.
Auch weiß ich nicht wie ich mich so schnell für Klamotten und Schmuck entscheiden konnte, aber ich tat es einfach.
Vielleicht auch nur deshalb um alles so schnell wie möglich hinter mir zu haben, um mich dann ins Bett zu kicken.

Fertig gestylt und mit wieder reichlich angepisster Laune rannte ich die Treppen nach unten wo das Shooting stattfinden sollte.
Für den Aufzug blieb mir keine Zeit mehr, also nahm ich halt die Treppe. Auch wenn ich Bewegung jeglicher Art verabscheute.
Schon auf der Hälfte nach unten erkannte ich ein Zelt das mir nur zu bekannt vorkam.
Denn darin hauste, oder eher bewegte sich mein Bruder nach unten.
Mit Zelt meinte ich übrigens seine Klamotten, was er nicht verstand. Ich schon. Aber er musste das ja nicht kapieren, es reichte wenn die Weiber dieses Zelt total geil fanden.
Ich tat es Gott sei Dank nicht und daran würde sich auch nie was ändern. Dafür kannte ich dieses Zelt mit meinem Bruder drin schon zu lange.

„Auch zu spät?“ tönte es von unten, nachdem er anscheinend mein Getrampel wahrgenommen hatte und ich nickte nur woraufhin er grinste.
Konnte der nicht mal ernst bleiben?
Dauernd war ich mit diesem Grinsen konfrontiert, das mich eh wieder weich kochte.
Das war jedes Mal so. Jedes Mal musste er mich nur lange genug angrinsen damit ich ihm wieder verzieh, wenn er Scheiße gebaut hatte.
Und jedes Mal wollte ich standhaft bleiben, und gab doch wieder nach.
Für meinen Geschmack war ich eindeutig zu sozial. Zu sozial zu meinem Bruder, zu Reportern, zu Fans und vor allem zu mir selbst.

Tom ging vor in den Raum wo das Shooting stattfinden sollte. Insgeheim fragte ich mich was sich die Bravo dieses Mal hatte einfallen lassen.
Jedes Mal schockierten sie mich mit etwas Neuem. Und sei es nur wie wir aufeinander kleben sollten.
Mit kleben, meinte ich kleben. Wir standen jedes Mal so eng zusammen, dass ich Angst hatte zu ersticken.
Jeder berührte mich irgendwo, und dass Tom immer am meisten an mir kleben musste machte die Sache nicht wirklich besser.
Sie verschlimmerte sich dadurch wohl eher.
Ich hatte keine Ahnung wann ich mich von meinem Bruder so weit entfernt hatte, dass mich seine bloße Anwesenheit irre im Kopf machte.
Von Berührungen ganz zu schweigen.

Ein Schaudern durchfuhr meinen Körper als ich an die Berührungen vorhin beim Interview dachte.
Eigentlich war ich es ja gewohnt dass Tom mich berührte, immerhin waren wir Brüder.
Wir hatten uns früher öfter in den Arm genommen und getröstet wenn es einem von uns schlecht ging.
Aber neuerdings war es für mich einfach nur noch eine Qual. Warum wusste ich nicht wirklich. Vielleicht lag es daran das ich ihn ausgeschlossen hatte.
Oder er mich, so wie er sich mit seinen Weibern vergnügte brauchte er mich nicht.

Der Fotograph sah aus wie ein Irrer der aus der Irrenanstalt entlaufen war. Die Haare kamen rüber wie ein explodiertes Sofakissen und von den Klamotten wollte ich gar nicht reden.
Sie passten null zusammen. Ich fragte mich auf welchem Planeten ein Mensch leben musste um kariert und gestreift zusammen an zu ziehen. Anscheinend sehr, sehr weit weg, denn das war einfach nur eine Beleidigung für meine Augen.
Und so wie ich das sah auch eine Beleidigung für die Augen der Anderen. Gustav stand nämlich einfach nur der Mund offen und Georg konnte sich nicht mal mehr auf diese twincestige Sache da in seinen Händen konzentrieren. Sprich gefakte Bilder.
Tom’s Reaktion übertraf allerdings wirklich alles.
Er schlug die Hände vors Gesicht und gab ein ‚Scheiße, ich werd blind’ von sich während er ein Würggeräusch hinten dran hängte.
Diese Reaktion brachte mich zum lachen. Ich musste wirklich lachen, denn dieser Anblick war einfach zu gut um dabei auch noch ernst zu bleiben.

Aus Reflex, weil ich sonst umgefallen wäre, klammerte ich mich an Tom’s Schulter und lachte munter weiter.
Die anderen Beiden guckten mich nur verstört an genauso wie der Fotograph und Tom grinste hinter den vorgehaltenen Händen.
So wie ich das sah, hatte Tom diese Reaktion mit Absicht gemacht um mich anscheinend wieder zum lachen zu kriegen.
Und in diesem Moment war ich ihm dafür unendlich dankbar. So dankbar das ich meine andere Hand dazu verwendete nach seinem Unterarm zu grabschen und den festzuhalten.
Tom nahm die Hände vom Gesicht und grinste munter weiter.
Und der Fotograph hatte sich anscheinend gefangen denn er erzählte den Anderen wie wir uns hinstellen sollten.

Ich hatte nicht wirklich was mitbekommen, da ich zu sehr damit beschäftigt war mich wieder zu beruhigen und blickte dem entsprechend orientierungslos umher.
Ein sanftes Ziepen an meiner Hüfte ließ mich nach links sehen und Tom erblicken der mich anscheinend vorsichtig in die Hüfte gekniffen hatte.

„Du musst wieder Mal vor mir stehen“ erklärte er mir und ich nickte ehe ich ihm folgte und vor ihm stehen blieb.
Etwas verwirrt nahm ich zur Kenntnis dass er seinen Arm um meinen Hals schlang und die andere Hand auf meiner Hüfte ablegte.

Als ich mich umdrehte und ihn fragend ansah zuckte er nur mit den Schultern und deutete mit einem Nicken auf den Fotographen.
Das hatte sich dieser perverse Lustmolch ja wirklich fabelhaft ausgedacht. So gab es gleich noch mehr Gerüchte und Geschichten.
Hatte diese Welt eigentlich nichts Besseres zu tun als uns zu verkuppeln? Oder wohl eher den verzweifelten Versuch dazu zu starten?
Bevor ich meine Gedanken vertiefen konnte wurde jedoch schon geknipst und ich schaltete meine Professionalität wieder ein um hier nur nichts zu verpatzen.
Wenn ich was verpatzte wurde das auf mich zurück geführt und teilweise auch auf die Band.
Machte die Band etwas falsch, wurde das allein auf mich bezogen.
Die Gesellschaft war einfach nur noch unfair, mehr nicht.

Der Fotograph verlangte von Tom und mir Posen die wir natürlich machen konnten, aber sie verdammt noch mal nicht mit unserem Gewissen vereinbaren konnten.
Ich wollte Tom’s Hand nicht unbedingt in meinem Schritt haben und er wollte sie da auch nicht wirklich hin stecken.
Also wehrten wir uns was in einer riesigen Diskussion endete aus der uns David, unser heiß geliebter Produzent wieder retten musste indem er mit Klage drohte.
Die Beiden hätten, wenn sie schwul gewesen wären, das perfekte Paar abgegeben. Zumindest das was das Streiten betraf.
David war sehr realistisch und der Fotograph…na ja, wärmte immer wieder alte Sachen auf. Also hatte er von mir aus gesehen die Frauenrolle.

Hatte ich die dann auch? Also wenn ich mit Tom stritt dann wärmte ich auch immer Zeug auf was schon Jahrhunderte zurücklag, weil mir die Argumente ausgingen.
Allerdings war Tom auch nicht besser. Er wärmte auch Zeug von vor Jahrhunderten auf und schämte sich nicht mal ansatzweise.
Wir litten Beide unter einem Überschuss an weiblichen Hormonen so wie ich das sah.

Ein Zupfen an meinem Shirt ließ mich wieder in die Realität zurück kehren und Gustav teilte mir mit das wir jetzt wohl entlassen wären, bis ein neuer Fotograph auftauchte, der vernünftige Fotos machte und nicht gerade von Notgeilheit beseelt war.
Ich war mehr als dankbar dafür und schlenderte allein in mein Zimmer, weil ich keine Lust hatte mir noch mehr Gerede von dem Rest der Band anzuhören.

Im Zimmer angekommen ließ ich mir die Badewanne voll laufen und kippte ordentlich Badeschaum hinein.
Entspannung war jetzt das was ich am meisten brauchte um abschalten zu können.
Um vergessen zu können das heute der Tag war an dem ich meinen Zwilling mehr als einmal abgrundtief gehasst hatte.
Die Schmach die damit verbunden war wollte ich einfach nur noch loswerden. Sie erdrückte mich und verhinderte dass ich atmen konnte.
Sie zerdrückte alles in mir, wie ein Presslufthammer. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen.
Ja, ich schämte mich dafür meinen Zwilling gehasst zu haben. Wir waren immerhin fast ein und dieselbe Person.
Aber eben auch nur fast.

Tom zu hassen erschien mir wie die größte Sünde die ich jemals begehen konnte.
Diese Sünde schrie förmlich danach ausgemerzt zu werden.
Ich wollte mich unbedingt selbst bestrafen. Um dieser Sünde gerecht zu werden beschloss ich einfach mich mit Stille zu strafen.
Was ich nämlich noch weniger ab konnte als dauernd umlagert zu sein, war komplette Stille. Diese erdrückte mich und nahm mir die Luft, noch mehr als wenn wir uns auf einem Foto zusammen quetschen mussten.
Ich wollte Tom ja gar nicht hassen, aber es war einfach so gekommen. Auch wenn es nur Minuten oder Sekunden waren, dieses Gefühl war da, und ich wollte es nicht.
Niemals wollte ich dass sich dieses Gefühl verlängerte und ich irgendwann nicht mehr in der Lage war meinen Bruder zu lieben.
Vielleicht war es aber auch schon so weit gekommen ohne dass ich es bemerkt hatte.
Denn wenn es nicht so wäre, warum sollte ich ihn dann aus meinem Leben ausschließen. Er tat das nicht.
Er tat alles um mich wieder lachen zu sehen. Das bewies mir seine Aktion vorhin, und sie hatte funktioniert.

Innerlich fragte ich mich wie lang Tom wohl darüber nachgedacht hatte, wie man mich wieder dazu bewog ehrlich zu lachen, und nicht diese aufgesetzten Lächeln in irgendwelchen Interviews, TV Shows oder Fotoshootings.
Innerlich fragte ich mich, ob ich nicht dabei war mich durch diese Aufgesetztheit selbst zu zerstören.
Und innerlich fragte ich mich wie lange ich noch vor dieser Wanne stehen und die Fließen anglotzen wollte.

Also zog ich mich aus, warf meine Klamotten in Kaulitz-manier auf den Boden und ließ mich in das warme Wasser gleiten.
Wenn ich mir das so recht betrachtete war das mal wieder ein Tokio Hotel. Die Wannen waren allgemein so klein, das man sich nicht mal richtig ausstrecken konnte, geschweige denn zu Zweit rein passte.
Wie ich auf diese Idee kam erschien mir ganz plausibel.
Früher, als wir noch unter 10 Jahren waren, hatten Tom und ich oft zusammen gebadet.
War wohl so eine Angewohnheit von mir, das ich mir ausrechnete ob wir immer noch zu Zweit in diese oder jene Wanne passen würden.
Was eigentlich total absurd war, denn wir waren 17, bald 18 Jahre, und wir brauchten nicht mehr zusammen baden.
Um Himmels Willen ich wollte es auch gar nicht.
Wenn ich mir schon vorstellte mit Tom in einer Wanne zu sitzen überkam mich ein Schauer. Erstens hatte ich ihn schon ewig nicht mehr nackt gesehen, er mich auch nicht, zum Glück, und Zweitens wollte ich mir gar nicht ausmalen was wir in der Wanne trieben.
Wahrscheinlich so was wie ‚Wie versenke ich meinen Zwilling am Besten wenn hier so wenig Platz ist’.
Diese Vorstellung allein war schon gruselig genug um mich dazu zu bewegen mir die Haare zu waschen um die ganzen Utensilien die sich darin gesammelt hatten, wie zum Beispiel Haarspray, heraus zu bekommen.
Wie in Trance schleppte ich mich wieder aus der Wanne und band mir ein Handtuch um die Hüften ehe ich damit begann meine Haare einigermaßen trocken zu rubbeln und mein Make up zu entfernen.
So sehr ich auch dieses verklebte Gefühl in der früh mochte, es kotzte mich einfach nur an das ich in der Früh so lange brauchte um das alles wieder zu entkleben.
Außerdem hatte ich morgens auch nicht all zu viel Zeit. Wenn man bedachte das ich immer erst mein ganzes Zeug zusammen suchen musste und bestimmt zehn Mal durchs Zimmer rannte auf der Suche nach etwas, was ich vielleicht vergessen haben könnte.
So wie letztens mein Handy.
Ohne Handy konnte ich sowieso nicht leben. Es war so was wie mein Kontakt zur Außenwelt, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt in einem kleinen Kuhkaff feststeckte.

Müde, fertig und mich immer noch wie 80 fühlend schleppte ich mich ins Zimmer und zog mir frische Boxer und ein Schlafshirt an.
Es war jetzt vielleicht 18 Uhr aber ich war müde.
Aber noch nicht zu müde um mir irgendeinen dümmlichen Film im TV anzuglotzen und mich nebenher mit Chips zu zustopfen.
Dafür reichte meine Energie gerade noch.

Gedacht getan und ich zappte durch die Kanäle auf der Suche nach etwas wo ich nicht gleich das Kotzen bekam, wie zum Beispiel die Herstellung von Kaugummi.
Ich mochte dieses klebrige Zeugs, aber ich wollte nie wissen was da wirklich drin war. Genauso wenig wie im Make up.
Das war einfach nur noch eklig. Ich wollte echt nicht daran denken, das jedes Mal wenn ich mir einen Kaugummi zwischen die Zähne schob ich nicht nur diverse Klebstoffe sondern auch gewisse Tierteile im Mund hatte.

Zum Schluss blieb ich an einer Reportage über US5 hängen. Für mich waren das jetzt eigentlich nur noch US4.
Dieses Blondie war zwar wieder da, aber mit solchen Einschränkungen konnte man ihn nicht wirklich als Bandmitglied bezeichnen.
Allgemein fragte ich mich wie man solche Hupfduhlen überhaupt als Band bezeichnen konnte.
Das konnte ich aber schlecht jemanden fragen, vor allem nicht wenn die Presse irgendwo in der Nähe ihr Lager aufgeschlagen hatte.
Irgendwie würde das ziemlich scheiße rüber kommen, und ich hing an dem toleranten Ruf unserer Band.
Was ja auch egal war, weil keiner von uns diese Typen mit ihren geleckten Frisuren mochte.
Schon allein das diese eine Hupfduhle mit dieser Übermenge an Tatoos Tom für ein Mädchen gehalten hatte, erschien mir, als würden sie vom Mars kommen.
Ich meinte, bei mir hätte ich das ja noch verstanden, aber doch nicht bei Tom. Der sieht weiß Gott wirklich nicht aus wie ein Mädchen. Er hatte nicht mal die Gesichtszüge dafür.

Bevor ich mir darüber jedoch weiter Gedanken machen konnte schlief ich ein.
Ich war wohl doch müder als ich dachte, und der Schlaf war mir doch sehr willkommen. Vor allem da ich mich so mit nichts auseinandersetzen musste.
Das hieß bis mir irgendein hirnverbrannter Idiot halb die Zimmertüre einhämmerte und damit auch nicht aufhören wollte als ich versuchte ihn gekonnt zu ignorieren.
Fluchend, verpennt und schlecht gelaunt kroch ich also wieder aus dem Bett und schaltete nebenbei den TV aus. Die Chips fanden ihren Weg auf den Schreibtisch und ich schliff mich zur Tür.
Das mit meiner Ignoranz musste ich eindeutig noch Mal üben. So ging das ja gar nicht, wenn ich hier jedes Mal meinen armen Hintern aus dem Bett bewegte nur, weil mir irgendwer irgendwas mitteilen wollte, was nach meiner Erfahrung eh Zeit bis morgen gehabt hätte.

Nachdem ich die Türe aufgerissen hatte, erkannte ich das Übel meiner schlaflosen Nächte und starrte es dem entsprechend sauer an.
„Tom, was willst du?“
Die Frage kam bösartiger über meine Lippen als ich es gewollte hatte, denn mein Bruder presste die Lippen zusammen und glotzte auf den Boden.
Ich wollte doch bloß eine Antwort um mich dann wieder in mein Bett zu verpissen.
„Schon gut…“ kam es von ihm und er drehte sich um wo ich aufseufzte und in mein Zimmer verschwinden wollte, wäre mein Blick nicht an der Uhr hängen geblieben.

23 Uhr.
Mein Bruder tauchte nie zu so einer unhumanen Zeit bei mir auf, wenn es nicht was Wichtiges war.
Also drehte ich mich wieder um, rannte mit Shorts und Shirt bekleidet halb in den Flur und schnappte mir sein Shirt wo er gezwungenermaßen stehen bleiben musste.
„Sag schon, hab nur geschlafen“ nuschelte ich unverständlich und betrachtete seinen Rücken, weil er nicht die Freundlichkeit besaß sich zu mir umzudrehen.

„Ich wollte…“
Ja? Was denn nun? Ich hatte wirklich keinen Plan was er eigentlich von mir wollte, und warum zur Hölle es ihm so schwer fiel mir das mitzuteilen.
„..fen“
Hä? Scheiße, ich hatte mal wieder nicht zugehört.
„Was?“ fragte ich deswegen noch Mal nach und lockerte meinen Griff um sein Shirt etwas.
„Ich wollte bei dir schlafen“
Das wiederum warf mich aus der Bahn und ich löste meinen Griff völlig.
„Vergiss es, Nacht“ kam es von meinem Bruder und er setzte sich wieder in Bewegung.

„Komm schon rein“ meinte ich und wich seinem erstaunten Blick aus ehe ich mich in mein Zimmer bewegte und die Tür offen ließ ehe ich mich wieder in mein Bett verkroch.
Tatsächlich kam Tom mir nach guten zwei Minuten hinterher und schloss die Türe leise hinter sich.
Danach konnte ich auch spüren wie die Matratze nachgab und hörte das Bettzeug rascheln wodurch ich wieder meine Augen öffnete und Tom somit in seine sah.
„Danke“
Ein Nicken folgte und ich lächelte leicht ehe ich das Licht ausmachte und mich in der Bettdecke vergrub.

Während ich nach einer Weile Tom’s leisen und gleichmäßigen Atem hörte wurde mir bewusst dass er niemals freiwillig gefragt hätte ob er bei mir schlafen durfte.
Er hätte niemals alles unternommen um mich wieder zum lachen zu bringen.
Tom hätte niemals nur an meinem Shirt gezupft oder mich in die Hüfte gekniffen um meine Aufmerksamkeit zu erregen sondern seinen Ellenbogen in meine Seite gerammt.
Und Tom hätte niemals gesagt Sex mit mir wäre eklig.

Leider kam ich zu einem anderen Schluss als ich so darüber nachdachte.
Denn ich hatte gar nicht, wie angenommen, Tom aus meinem Leben ausgesperrt.
Ich hatte mich selbst daraus verbannt, und Tom konnte somit gar nicht mehr zu mir vordringen.
Der beste Weg meinen Tom zu verlieren, war der auf dem ich mich gerade befand.
Ich hatte mich so weit von ihm entfernt das er mich nicht mal mehr sehen konnte.
Und das machte mich unendlich traurig, denn eigentlich wollte ich ihn ja bei mir haben.
Doch den Weg zurück hatte ich mir schon lange selbst versperrt.
Vielleicht verhielt ich mir nur deshalb so abweisend, weil ich wollte dass er mich zurückholt.

Mit einem Kuss auf Tom’s Wange und seine Hand in meiner schlief ich schließlich ein und dachte im Traum daran wie es wäre wenn alles so wie früher sein würde.



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