reflections

Ich wurde wiedergeboren – Kapitel 1
Erster Schultag – Chaos!

 

Ihr hattet eure Chance.
Und ihr habt sie vertan,
indem ihr mich verraten habt.
Nun lebt damit das ich euch nicht mehr brauche.

 

 

 

 

Es war der 13. April als ich wieder einmal die mir so verhasste Schule betrat. Genau drei Jahre war es her seit ich das letzte Mal hier war. Es hatte sich viel verändert. Aber am meisten hatte ich wohl eine Veränderung hinter mir.

Ich war nicht mehr der kleine, brave Schüler und ich wollte es auch nicht mehr sein.

Insgeheim fragte ich mich ob Die und die anderen noch immer hier zur Schule gingen oder ob sich die Gebete der letzten Jahre ausgezahlt und sie ein LKW über den Haufen gefahren hatte.

Was ich im Grunde bezweifelte. Wer wollte schon Flecken auf seiner Karre haben? Hätte ich eine würde ich das zumindest nicht wollen.

 

„Weiß eigentlich irgendeine Sau wo wir jetzt genau hinmüssen?“

Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht ehe ich mich umdrehte und Uruha den Zettel mit der Klassenaufteilung aus der Hand nahm.

 

Während ich in Nagoya war hatte ich – ob man es glaubt oder nicht – Freunde gefunden. Und ich war mir sicher dass sie mich nicht betrügen würden.

Das schloss ich allein schon daraus, dass sie alle genauso wie ich auch schon mal von ihren ‚Freunden’ beschissen wurden. Wir hatten festgestellt das wir alle Musik liebten und kurzerhand eine Band gegründet die sich ‚Exit Trace’ nannte.

Und noch glücklicher war ich darüber das sie mich nach Tokio begleitet hatten. Ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich mit dem Telefonkabel aus dem Fenster gehängt.

 

„Mhm…also Rei, Ruha und Kai in die 1-G. Das is im zweiten Stock den Gang entlang letzte Türe links“ ratterte ich runter und die drei nickten.

„Mir behagt das gar nicht das Ruki allein in ner Klasse rumtümpelt“ kam es geknurrt von einem meiner besten Freunde.

„Rei…du hättest bloß sitzen bleiben müssen“ kicherte Aoi und zog gemütlich an seiner Zigarette.

Ich glaube das hätte Reita sogar auch noch gemacht. Der Junge war einfach zu gut für mich. Womit hatte ich das nur verdient?

 

„Aoi in die 2-H. Dritter Stock gleich die rechte Tür nach der Treppe“

Ich hoffte inständig dass ich niemanden in der Klasse kannte. Was unwahrscheinlich war. Aber zumindest hoffte ich das nicht irgendeiner meiner genialen Freunde da drin hockte.

„Bewegen wir uns, wir kommen zu spät“ drängelte Kai und wir rollten alle synchron mit den Augen.

 

Kai war der einzige Mensch den ich kannte der wirklich immer pünktlich war. Zudem muss man sagen dass wir anderen nie pünktlich sind. Was an verschiedenen Gründen liegt. Uruha muss meistens seinen Kajal noch nachziehen was ewig dauert. Aoi vergisst die Termine. Reita kommt immer meinetwegen zu spät, weil ich den Drang habe zu verschlafen. Somit passen wir alle wahnsinnig gut zusammen und finden zum Schluss im Proberaum unsere Instrumente nicht, da Kai die Zeit nutzt um alles umzuräumen. Er bezeichnet es auch gern als aufräumen.

 

Ein Seufzen kam über meine Lippen und ich setzte mich mit den anderen in Bewegung in das – absolut hässliche – Schulgebäude.

Drin angekommen teilten sich unsere Wege und ich schlurfte mehr schlecht als recht zu meiner Klasse wo – Himmel, den hatte ich ja total vergessen – Mr. Nakashima auftauchte und strahlte wie ein Atomkraftwerk.

Dieser Lehrer mochte mich schon immer. Es war mir immer ein Rätsel. Aber ich hoffte auch hier dass sich das ganz schnell ändern würde. Wäre ja noch schöner wenn mich hier alles und jeder lieben würde. Gruslige Vorstellung.

 

„Takanori, ist das schön dich zu sehen. Komm doch gleich mit rein. Ein paar deiner Freunde sind auch in dieser Klasse.“

 

 

NEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!!!

Was bete ich eigentlich hä? Das ist doch nur noch grausam. Was hab ich je verbrochen? Ich hab keinen erstochen, keine Bank ausgeraubt, hab meine Mutter nie als Schlampe beschimpft und hatte meine Hausaufgaben auch immer. Also warum? Kami-sama, warum tust du mir das an?

 

Mr. Nakashima zog mich mit in die Klasse und blieb mit mir davor stehen wo ich gleich von allen angeglotzt wurde. Mein Blick huschte durch die Klasse und blieb an einem Dreiergrüppchen hängen. Kyo, Toshiya und Shinya. Herrlich, gleich alle drei. Hätten die nicht ne Klasse überspringen können? Wahrscheinlich aber einfach nur zu wenige Gehirnzellen um das schaffen zu können.

 

„Ihr kennt Takanori Matsumoto ja bereits. Er ist wieder hier her gezogen und nun wieder in unserer Klasse“ lächelte unser Lehrer und mir wurde schlecht.

„Setz dich doch zu deinen Freunden“

Na, danke auch.

Widerwillig setzte ich mich in Bewegung und ließ mich auf den freien Platz zwischen Toshiya und Kyo fallen. Das konnte ja heiter werden. Ich hoffte nur dass es bei den anderen Jungs besser lief und die wenigstens keine Idioten am Arsch hatten.

 

„Taka?“

Man musste nicht wirklich erwähnen dass ich auf diesen Namen so gut wie gar nicht mehr hörte. Auch meine Mutter hatte sich diesen inzwischen abgewöhnt, wo ich ihr mehr als dankbar dafür war.

Dementsprechend reagierte ich auch nicht – hätte ich auch nicht wenn ich noch auf diesen fuck Namen gehört hätte – und starrte weiter geradeaus zur Tafel. Darauf befand sich zwar nichts, aber dieses Ding war hier drin wohl das interessanteste.

 

„Hey, ich red mit dir“ kam es rechts von mir und stupste mich an wobei ich meinen Kopf automatisch in eben jene Richtung drehte.

Moah, konnte Toshiya nicht wenigstens so tun als würde er mich nicht kennen?

„Was?“

Diese Frage war mehr als desinteressiert gestellt worden. Wozu sollte ich auch Interesse heucheln. Darin war ich sowieso total schlecht.

„Wie geht’s dir denn so? Du hast dich die ganze Zeit gar nicht gemeldet und deine Handynummer stimmt ja auch nicht mehr“

 

Himmel, und was schloss man daraus? Normale Menschen würden daraus schließen dass man nichts mehr mit ihnen zu tun haben wollte. Aber bei Toshiya stieß man damit sowieso nur auf Unverständnis.

„Wieso sollte ich mich melden?“ kam die Gegenfrage und ich lehnte mich im Stuhl zurück während ich mich begaffen ließ wie ein Zootier.

„Na weil wir deine Freunde sind“

Fast hätte ich ja losgelacht. Aber ich konnte es mir noch verkneifen. Wäre ja noch schöner gewesen wenn ich jetzt in einen Lachkrampf ausgebrochen wäre.

 

Zwar erntete ich merkwürdige Blicke – sogar von Kyo – aber ich ignorierte sie gekonnt. Wer Kai in seinem Putzrausch ignorieren konnte, konnte wirklich alles ignorieren.

Der Unterricht ging nur schleppend voran und umso glücklicher war ich als es zur Pause klingelte.

Was bedeutete dass ich aufsprang und meinen Hintern in den Hof bewegte und mir erst mal eine Zigarette ansteckte.

 

Das die drei Nervensägen mir folgten ignorierte ich – immer noch.

„Seit wann rauchst du bitte?“

Kyo sah mich mit hochgezogener Augenbraue an und ich guckte desinteressiert zurück.

„Seit ich angefangen hab“

Na bitte, meine Fresse funktionierte ja doch noch. Ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben heute was Dümmliches rauszubringen.

 

„Taka?“

Oh Gott, nicht der Nächste.

Irgendwas in meinem Leben machte ich eindeutig falsch. Denn als ich in die Richtung sah entdeckte ich erst mal knallrote Haare die eindeutig zu Die gehörten der mich anstarrte wie ein Mondhase.

Und gleich dahinter stand Kaoru. Mein Leben war an diesem Tag wirklich perfekt.

Hört man meinen Sarkasmus?

 

„Man, warum hast du dich denn nicht gemeldet? Ich hab mir Sorgen gemacht“ sprachs aus dem Mund von Fliegenpilz und er umarmte mich auch gleich was mir ein Knurren entlockte.

 

Moah, hallo? Warum sollte ich mich melden? Bei Leuten die hinter meinem Rücken tratschten oder die mir das Herz brachen um nicht ins Gespräch zu geraten? Warum sollte ich mich also melden?

 

„Ich geb dir drei Sekunden. Dann brech ich dir alle Knochen wenn du ihn nicht losgelassen hast“ tönte es und ein Grinsen schlich sich auf meine Züge.

Die ließ wieder von mir ab und ich hatte somit freien Blick auf Reita der überhaupt nicht begeistert aussah.

Dahinter stapelte sich der Rest meiner Band und Aoi hob eine Augenbraue.

„Das sind…?“

„Jawohl“ grinste ich dann und Aois Gesicht verfinsterte sich schlagartig.

 

Ich persönlich fand das einfach nur faszinierend. Denn Aoi war eigentlich kein Mensch der andere nicht mochte. Manchmal glaubte ich sogar dass er überhaupt keinen Schimmer davon hatte wie es funktionierte jemanden nicht zu mögen. Aber anscheinend hatte ich mir das wirklich nur eingebildet.

„Gut, die Lilafrise kam mir aus deinen Erzählungen eh so bekannt vor“ murrte er dann und bewegte sich zu mir wo er sich an die Wand neben mich lehnte und sich eine Kippe ansteckte.

 

„Ich bin keine Lilafrise“ fauchte Kaoru zurück und Aoi grinste.

„Na ja, zumindest musst du wahnsinnig schwul sein. Welcher Mensch färbt sich die Haare schon lila?“

Die Frage war auf jeden Fall schon mal berechtigt. Ich fragte mich das nämlich auch schon ein paar Jährchen.

„Es ist nicht lila. Es ist purple“ murrte Uruha dazwischen.

 

„URUHA!“ kam es synchron von uns Beiden und der schmollte vor sich hin.

„Seine Haare. Nicht deine Klamotten“

„Oh…okay, die sind lila“ grinste unser heiß geliebte personifizierte Geilheit und lehnte sich ebenfalls an die Wand.

Das Uru sich aber auch immer so angesprochen vorkommen musste.

 

Mein Blick wanderte zu Die und Reita die sich anfunkelten ehe Reita gehässig grinste und sich zu mir bewegte. Gemeiner ging es ja wohl nicht mehr. Zumindest stellte ich das fest als Reita mir einen Arm und die Schultern legte und sich ebenfalls eine Kippe ansteckte.

Die Raucherfraktion. Tschaka!

 

„Was geht dich das überhaupt an ob ich ihn anfasse oder nicht?“

Dass Dies Beherrschung flöten ging fand ich mehr als amüsant. Vor allem da er das sonst ja auch nicht gemacht hatte. Sein armes Image.

„Ganz einfach! Ruki ist mein Heiligtum kapiert? Tu ihm weh und ich tu dir weh.“

 

Wäre die Situation jetzt nicht total scheiße gewesen – sprich alle glotzten uns an – dann hätte ich ja jetzt ne Runde vor Rührung geheult. Andererseits musste ich an mein Make up denken.

Dies Blick war unverständlich was Uruha kichern ließ.

„Was Rei damit sagen will ist. Tu Ruki weh und er wird dich schlagen, treten, beißen, foltern. Hauptsache es tut weh und du überlebst es nicht“

 

Das schien sogar meinem Ex einzuleuchten denn er starrte Reita an als erwarte er dass dieser davon tot umfiel. Tat er natürlich nicht. Zum Glück. Ich wüsste auch gar nicht was ich ohne Reita machen sollte. Ohne die Jungs würde ich nämlich einlaufen wie ein unversorgtes Tamagotchi. Und darauf konnte ich wer weiß verzichten.

 

Insgeheim fand ich die ganze Szenerie mehr als amüsant. Das würde bestimmt noch lustig werden. Vor allem da Reita diese Typen die sich früher meine Freunde genannt hatten offensichtlich nicht mochte. Genauso wenig wie Aoi oder Uruha. Bei Kai…war ich mir nicht wirklich sicher.

Denn Kai konnte wirklich für alles Sympathien entwickeln. Sogar für die Spinne die ewig lang in seiner damaligen Wohnung in der Dusche gehangen hatte.

 

Während ich in meinen Gedanken versunken war merkte ich nicht wirklich wie mich alle anstarrten.

„Taka? Sag mal…wir sind doch noch Freunde oder?“

Diese Frage gestellt von Kaoru brachte mich dazu aus meiner Starre aufzuwachen und ihn anzustarren als wäre er aus der Klapse entsprungen.

Was bildete sich diese Lilafrise eigentlich ein?

 

„Freunde?“ gab ich lachend von mir und stützte mich an Reita ab.

Sorry, aber ich musste einfach nur lachen. So viel Dummheit auf einem Haufen amüsierte mich einfach nur prächtig.

„Du hast doch nicht mal nen Schimmer was Freundschaft überhaupt heißt. Und ausgerechnet du fragst mich ob wir Freunde sind?“ lachte ich dann weiter und schüttelte den Kopf als ich Aois Griffel auch schon in meiner Visage hatte der netterweise meinen Kajal rettete. Ich hatte einfach so lachen müssen das mir die Tränen gekommen waren.

 

„Ehe ich uns noch mal als Freunde bezeichne friert die Hölle zu“

Ich hatte diesen Satz absolut ernst von mir gebracht und erntete dementsprechend auch verstörte Blicke.

„Und soll ich dir noch was sagen?“ fragte ich dann höflichkeitshalber nach und blieb vor Kaoru stehen nachdem ich mich von der Wand abgestoßen hatte.

„Du wirst leiden. Und dein verdammter Haufen an Spacken und Idioten ebenso. Darauf kannst du Gift nehmen oder endlich an Ammoniak abkratzen.“ Zischte ich dann und ließ mich von Uruha mitziehen als es zum Ende der Pause geklingelt hatte.

 

„Der hat die Frage aber nicht wirklich ernst gemeint oder? Er kam mir vorhin eigentlich noch relativ intelligent vor“ warf Aoi ein und ich sah ihn mitfühlend an.

„Oh Gott. Der hat das ernst gemeint? Himmel, der hat sich wohl zu oft die Haare gefärbt. Schlägt wohl auf die Gehrinzellen“ jammerte er dann und ich grinste nur.

„Der hatte doch sicher noch nie welche. Also kann er da auch nicht viel zerstören“ murrte Uruha der hinter mir lief.

Eine Weile herrschte Stille ehe wir in schallendes Gelächter ausbrachen.

 

Ja, wir waren gemein. Aber daran konnten und wollten wir nun mal nicht wirklich was ändern.

Um genau zu sein waren wir einfach ein Haufen voller Miststücke. Aber das passte schon. Was hätte ich bloß gemacht wenn Aoi mich damals nicht mit seiner Handtasche k.o geschlagen hätte? Ich würde wahrscheinlich immer noch lieb, brav und depressiv durch den Alltag taumeln und alleine in meinem Zimmer krepieren.

 

An der Treppe trennten sich unsere Wege und ich war weiß Gott froh dass wir schon die Hälfte dieses verdammten Schultages hinter uns hatten.

Ehe ich jedoch in mein Klassenzimmer verschwinden konnte wurde mir von der Treppe aus noch mal gebrüllt.

Und zwar von Uruha. Der Junge hatte einfach ein abartiges Stimmorgan. Das sah man dem nicht mal an.

„Hey…wir machen heute Nachmittag Lagebesprechung hai? Wir treffen uns am Eingang“

Ich nickte nur und verschwand dann auf meinen Platz der keine fünf Minuten später auch schon von den drei Nervensägen schlecht hin belagert wurde.

 

„Sag mal was wird das wenns fertig ist? Bist du bescheuert?“ fauchte mich Kyo auch gleich an was ich mit einem Augenbrauenheben kommentierte.

„Bist du bescheuert? Ich hab damals gesagt dass ihr es bereuen werdet. Und ich finde ich hab jetzt lange genug gewartet um euch endlich in den Arsch treten zu können“ knurrte ich und verdrehte die Augen.

 

Dass es still wurde bemerkte ich nicht wirklich. Erst al sich den Kopf hob und die Blicke der ganzen Klasse auf mir hefteten.

„Du bist nicht mehr mit Kyo und den anderen befreundet?“

Mein Blick wanderte schräg rechts nach vorne und traf auf den eines Mädchens. Ich kannte sie noch von früher. Wir hatten dasselbe Problem. Wir konnten uns nicht durchsetzen. Was bei mir nun mal mit der Zeit anders verlaufen war.

„Nein, und ich bin auch nicht scharf drauf“

Ihr gegenüber wendete ich einen ganz normalen Tonfall an. Sie konnte immerhin nichts dafür. Genauso wenig wie die meisten die hier rumhockten und mich begafften wie die Sensation schlecht hin.

Minami lächelte mich leicht an und nickte nur. Ich erwiderte das Lächeln lieb und betrachtete dann Mr. Nakashima der in die Klasse gehechtet kam. Er kam allgemein immer zu spät. Von daher machte das nichts dass ich zu spät kam. War ein angeborener Reflex. Mr. Nakashima war sogar der festen Überzeugung das verschlafen genetisch bedingt war.

 

 

Ich habe keine Ahnung wie ich den Rest des Schultages hinter mich gebracht hatte. Aber ich war verdammt froh dass ich ihn hinter mir hatte und aus dem Klassenzimmer verschwinden konnte.

Dummerweise wurde ich dort schon von zwei anderen Störenfrieden erwartet. Die Haarfarben hatten die ich mir nicht mal gefärbt hätte wenn mein Leben davon abgehangen hätte.

 

„Wir wollen jetzt wissen wie es dazu kommt das du uns nicht mal mehr mit dem Arsch anguckst“

Das Kaoru lauter wurde amüsierte mich nur noch mehr und ich schüttelte den Kopf.

Es ging sie alle nichts an.

„Verdammt, und mit Die redest du überhaupt nicht“

Ach auch schon gemerkt? Das war ja schon fast ein Weltwunder.

„Tz…hat dir das dein bester Freund etwa nicht erzählt? Schon scheiße wenn man nicht ganz so hetero ist wie man tut mh?“ grinste ich dann als Die bleich wie die Wand wurde.

 

Als Reita, Ruha und Kai die Treppen runtergetrampelt kamen – gefolgt von Aoi dem Opa – war ich mehr als froh.

Ich glaube sonst hätte ich diese Szene nicht überlebt.

„Ruki wir gehen, los“ murrte Reita in seinen nicht vorhandenen Bart und schnappte mich am Handgelenk ehe er mich die restlichen Treppen mit runterzog.

 

„Das was ich brauche Leute ist jetzt Nikotin, Kaffee und Eis“ nuschelte Aoi und hängte sich bei meinem freien Arm ein.

Ich war ausnahmsweise Mal seiner Meinung. Mit irgendwas musste ich diesen Kulturschock von heute ja noch verkraften. Und ich bezweifelte das Nikotin allein das hinbekommen hätte.

„Du sag mal Ruki…wie lang warst du mit Die zusammen?“

Uruhas Frage warf mich ziemlich aus der Bahn. Zumal ich keine Ahnung hatte was genau das bringen sollte wenn ich es ihm erzählte.

„Öhm..fast zwei Monate. Warum?“

 

Das Lächeln das er auf seine Lippen brachte machte nicht nur mir Angst. Denn die anderen sahen ihn mindestens genauso an. Eine Mischung aus verängstigt, verwirrt und ‚Gott, hoffentlich dreht er jetzt nicht durch’.

„Ich hab da schon so ne Idee“



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